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Samstag, 18. April 2026

Ein Schälchen Reis

 Der trübe Schein der Abendsonne

Legt sich fest um jeden Bauch

Ich hab gegeben

Was ich konnte

Und das hast du auch


Bedürftige, die gibt es viele

Und auch mental nicht ganz stabile

Ein Schälchen Reis ist manchmal alles

Was einen von dem Wahnsinn trennt


In der Traube all der Menschen

Weißt du, dass du richtig bist

Hast du Ziele, lerntest kämpfen

Doch kommt dir in den Sinn

Dass nicht viel dich von denen trennt

Die dort ihren Tag verbringen

Hier lerntest du singen

Die Realität so hart

Doch kommst du erstmal in Fahrt

Ziehst du den Kopf aus der Schlinge raus

Und ab geht’s nach haus

Durch ewige Staus


Jedoch kannst du nicht vergessen

All die Menschen auf der Straße

Den ewigen Kreislauf von

Arm und Reich

Der Eine gibt

Der Andere nimmt

Die Mutter mit Kind

Der Obdachlose

Mit Psychose

Die Kellner, die Parfümverkäufer

Die Wichtigtuer

Die Hotelgäste

Wir feierten Feste

Und dann ein weiterer Tag vergangen

Du hast es gut, bist studiert

Bist privilegiert

Doch hat man das meist viel zu spät kapiert


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