Der trübe Schein der Abendsonne
Legt sich fest um jeden Bauch
Ich hab gegeben
Was ich konnte
Und das hast du auch
Bedürftige, die gibt es viele
Und auch mental nicht ganz stabile
Ein Schälchen Reis ist manchmal alles
Was einen von dem Wahnsinn trennt
In der Traube all der Menschen
Weißt du, dass du richtig bist
Hast du Ziele, lerntest kämpfen
Doch kommt dir in den Sinn
Dass nicht viel dich von denen trennt
Die dort ihren Tag verbringen
Hier lerntest du singen
Die Realität so hart
Doch kommst du erstmal in Fahrt
Ziehst du den Kopf aus der Schlinge raus
Und ab geht’s nach haus
Durch ewige Staus
Jedoch kannst du nicht vergessen
All die Menschen auf der Straße
Den ewigen Kreislauf von
Arm und Reich
Der Eine gibt
Der Andere nimmt
Die Mutter mit Kind
Der Obdachlose
Mit Psychose
Die Kellner, die Parfümverkäufer
Die Wichtigtuer
Die Hotelgäste
Wir feierten Feste
Und dann ein weiterer Tag vergangen
Du hast es gut, bist studiert
Bist privilegiert
Doch hat man das meist viel zu spät kapiert
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