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Samstag, 18. April 2026

Ein Schälchen Reis

 Der trübe Schein der Abendsonne

Legt sich fest um jeden Bauch

Ich hab gegeben

Was ich konnte

Und das hast du auch


Bedürftige, die gibt es viele

Und auch mental nicht ganz stabile

Ein Schälchen Reis ist manchmal alles

Was einen von dem Wahnsinn trennt


In der Traube all der Menschen

Weißt du, dass du richtig bist

Hast du Ziele, lerntest kämpfen

Doch kommt dir in den Sinn

Dass nicht viel dich von denen trennt

Die dort ihren Tag verbringen

Hier lerntest du singen

Die Realität so hart

Doch kommst du erstmal in Fahrt

Ziehst du den Kopf aus der Schlinge raus

Und ab geht’s nach haus

Durch ewige Staus


Jedoch kannst du nicht vergessen

All die Menschen auf der Straße

Den ewigen Kreislauf von

Arm und Reich

Der Eine gibt

Der Andere nimmt

Die Mutter mit Kind

Der Obdachlose

Mit Psychose

Die Kellner, die Parfümverkäufer

Die Wichtigtuer

Die Hotelgäste

Wir feierten Feste

Und dann ein weiterer Tag vergangen

Du hast es gut, bist studiert

Bist privilegiert

Doch hat man das meist viel zu spät kapiert


Montag, 6. April 2026

Viele

Es geht voran
Doch irgendwie vergeblich
Der Zeiger auf der Uhr
Bewegt sich
Die Tage sind nun schwer
Doch werden andere kommen
Der Berg bleibt unerreichbar
Doch dann ist er erklommen
Alles zu verschwommen

Prüfungen kommen ohne Ende
Wer jetzt nicht alles gibt
Der leidet ohne Ende
Es bleibt der Zusammenhalt bei jenen nur
Die sich nicht verrennen
Haben wir geglaubt, dass wir uns wirklich kennen
Sind wir aufgestanden
Ohne uns zu pflegen
Es ist wohl so
Doch vieles spricht dagegen

Ein letzter Glanz der Abendsonne
Ein letzter Tanz der frisch Verliebten
Vieles scheint hier hoffnungslos
Eine Welt voll hoher Mieten
Wir wurden auf die Hohe See getrieben
Wo sind Konstanz und Frieden
In diesem Jammertal geblieben

Von Hoffnung sprach ich immer schon
Ein Land voll der Großen Denker
Doch zahlen tun wir bitter
Aus zwei verlornen Kriegen
Und der Dreck
Der nun wieder nach oben kommt
Wird nicht schnell verfliegen

Deutschland, im Morgentau
Bist du Europas Hoffnung
Deine Vielfalt und Offenheit
Lässt uns an was anderes denken
Ohne die Arme zu verschränken
Wir konnten dich nicht mehr lieben
Seit fast hundert Jahren
Haben uns, so ist es nun
Gewaltig hier verfahren
Deutschland, du bist gefüllt mit Dieben
Ein jeder nimmt sich, was du gibst
Bist in die Enge getrieben
Und nun kommen alte Geister
Die du nie hast vertrieben
Du bist dir selbst nicht treu geblieben
Die Wochen sie vergehen
Und Monate und Jahre gehen ins Land
Wir versuchen klar zu kommen
Doch verlieren den Verstand
Es geht nicht um Kleinigkeiten
Die Welt sie entgleitet uns auch
Wir haben zwar genug zu essen
Doch Schmerzen im Bauch
Es gibt kein Zurück mehr
Es wird nie mehr sein, wie es mal war
Die Vögel fliegen über Grenzen
Doch wir bleiben hier – starr
Die Nacht umhüllt uns
In ihrer Traurigkeit
Die Hoffnung – sie bleibt

Die Hoffnung auf ein Leben
Dass wir noch kontrollieren
Wir werden nicht erfrieren
Wie es so viele selbst in Europa tun
Wir können buchstabieren
Doch was machen wir nun

Ich bin kein Superheld
Ich bin nur ein Denker
Und habe kaum Geld
Wie so viele
Stifte haben wir
Doch sind es auch stabile
Wir brauchen Helden
Die uns aus dieser Scheiße ziehen
Unser Geld es ist, leider nur geliehen
Wir brauchen keine großen Worte
Wir brauchen große Taten
In Europa haben wir
Unsere Werte längst verraten
Wir haben uns verrannt
Und sind perspektivlos aufgewacht
Ausgelacht
Doch große Taten geschehen nicht über Nacht
Und auch die beste Idee
Gebärt aus langer Haft
Nach zwei großen Kriegen
Entstand ein neues Trümmerfeld
Langsam wird es eng
So sind wir vor die Wahl gestellt

Die Welt scheint sich zu zerreißen
Und auch zu zerfleischen
Die großen Drei sie kämpfen
Jeden Tag um Dominanz
Die anderen sie schauen
Auf diese Diskrepanz
Es bleibt nur abzuwarten
Diese Welt so vernetzt
Und jetzt
Weiß die KI die Lösung
Ich glaube es kaum
Wir brauchen neue Ziele
Und Raum
Wir müssen erkennen
Dass wir alle Teil des Ganzen sind
Dass wir uns ergänzen
Und gemeinsam fallen
Und wenn Wahnsinnige regieren
Und uns an den Abgrund drängen
Dann müssen wir rennen
Und erkennen
Dass wir viele sind